Xavier Naidoo

Xavier Naidoo

Wegbereiter für deutschsprachige Soul- und Popmusik und treibende Kraft hinter den Söhnen Mannheims - mit seiner unbeschreiblichen Stimme und berührenden Texten. 1995 gründet Xavier mit Gleichgesinnten seine Söhne Mannheims. Die Musik, das Menschliche und der besondere Dialekt, das verbindet. Gleichzeitig startet er als Solokünstler durch. Seine beispiellose Karriere eröffnet er 1998 mit seinem Album „Nicht von dieser Welt“. 6 weitere Solo-Alben folgen. Jedes davon landet auf Platz 1 der deutschen Charts. 2012 stehen die Weichen auf Wandel. Xavier nimmt sich eine Auszeit von den Söhnen. Die Aufgabe als Coach der Erfolgssendung „The Voice of Germany“, sein gemeinsames Werken mit Kool Savas als „XAVAS“ und das damit verbundene erfolgreiche Album „Gespaltene Persönlichkeit“, sein Schaffen als Solokünstler und die seit 2014 populäre TV-Show „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ füllen seinen Terminkalender voll aus. Doch 2015 holt seine Band ihren Mann heim. Im Jubiläumsjahr stößt Xavier wieder zu den Söhnen. Seine Stadt, seine Band, das ist für ihn ein Stück Zuhause, ein Kraftzentrum. „Auch wenn ich meine Heimat aus der Ferne sehe, egal wohin ich gehe, ich weiß woher ich komme. Daraus schöpfe ich“, sagt Xavier. Und so wird immer bleiben.

Tino Oac

Sänger, Songschreiber, Produzent – Tino holt viele Talentpfeile aus dem Köcher. Seine kraftvolle Reibeisenstimme reißt mit und rührt zu Tränen. Er wächst in einem musikalischen Haus auf. Sein Daddy hört Motown-Mucke. Früh stellt er fest: „Musik entsteht nicht nur aus dem Kopf heraus. Es hat mit Leidenschaft zu tun. Mit Herkunft. Mit Arbeit. Es hat mit dem Leben zu tun!“ Mit der Flut an Emotionen, die einen beflügeln und ausknocken: Wut, Trauer, Freude, Liebe, Melancholie, Selbstzerstörung – alles. Das Leben, es ist Tinos Lieblingsbaustelle. Er skatet, fotografiert große Fashion-Kampagnen, gründet Bands, schreibt Songs für andere Künstler und arbeitet an dem Musikprojekt „SWOSH“!. Die Aufnahmen finden im Studio von Vilko und Edo Zanki statt. Am gleichen Ort, wo auch die Söhne Mannheims 2000 am Erstlingswerk „ZION“ basteln. Es funkt. Tino macht bei den Söhnen mit. Für ihn ist die Band wie ein Spiegel der Gesellschaft. Es knirscht, kracht, aber am Ende raufen sich alle zusammen, um die Chance auf Veränderung zu wahren. Musik ist eben Kontaktsport. Bei jeder Produktion bringt er sich voll ein. Mit der unbändigen Hingabe eines Charaktermusikers, der alle Temperaturen des Lebens kennt.

Tino Oac
Rolf Stahlhofen

Rolf Stahlhofen

Er bewegt viel mit Musik und Menschlichkeit: Rolf ist wahrscheinlich einer der Musiker, die wirklich alle Jobs hinter und auf der Bühne gemacht haben. Von Roadie bis Headliner. „Volle Kraft voraus“, mit großer Inbrunst verewigt er sich auf dem ersten Söhne-Album „ZION“. Die Seele aus dem Leib singen, das kann er. Stahlhofen, das Soulkraftwerk. Er knüpft sein Leben an den Schwur, sofort mit der Musik aufzuhören, wenn er sich nicht mehr mit voller Leidenschaft einbringt. Sein Vater nimmt ihn als kleinen Jungen mit auf Reisen. „Nigeria habe ich geliebt“, erinnert er sich. „Musik war überall, in den Gassen und Straßen. Die ganze Nacht wurde getrommelt – und getanzt.“ Die Rhythmisierung des Lebens, die alle Bereiche durchdringt, das hat ihn bis heute geprägt. 2003 klinkt er sich bei den Söhnen Mannheims aus für seine Solo-Karriere und sein soziales Engagement und schließt sich zum 20-jährigen Jubiläum wieder der Band an. Rolf ist ein Musik-Gigant mit großem Herz, ein Soul- und Sinnstifter. Wie hat er nur all die Jahre verbracht – in tausenden Clubs, auf Konzerten in aller Welt, immer sein ganzes Herzblut in die Waagschale werfend? Rolf antwortet knapp, aber herzlich: „Mit einem Lächeln.“

Michael Klimas

Ein Notizblock, eine Gitarre, mehr braucht es nicht. Michael ist ein feinfühliger und sprachwitziger Singer-Songwriter, der sich durch eine Menge Platten und Bücher wühlte, bis er den Soul nicht nur im Gemüt sondern auch im Gefühl hatte. Das merkt man seinen Songperlen an – und seiner eindringlichen Stimme. Mit zwölf Jahren kultiviert der gebürtige Mannheimer sein Talent, lernt Gitarre, verschlingt Bücher wie etwa „Stiller“ oder die „Einsamkeit des Langstreckenläufers“ und gründet eine Crossover-Band. 2004 verteilt er eine Demo-CD mit selbst geschriebenen Stücken. Eine davon landet bei Michael Herberger, der sich begeistert nach zwei Wochen meldet und ihn ins Studio einlädt. Michaels Stimme komplettiert die Band. „Ich gehe Oberflächlichkeit aus dem Weg. Ich mag offene und ehrliche Menschen“, erklärt er. Mit den Jahren steuert Michael Klimas immer mehr eigene Songs bei. Die Söhne Mannheims sind für ihn wie eine Band of Brothers. „Ganz verschiedene Charaktere. Mit ganzen verschiedenen Ansprüchen und Idealen im Leben. Aber dieser Kampf, den wir führen, bei dem wir im gleichen Boot sitzen, manchmal Kritik und manchmal Begeisterung ausgesetzt sind - das schweißt uns mehr zusammen, als uns allen klar ist.“

Michael Klimas
Michael Herberger

Michael Herberger

Der Glaube ist der Motor seines Schaffens. Michael glaubt an die Kraft der Musik, seine Stadt Mannheim und – als bekennender Christ – an die Liebe zum Nächsten. In allen Bereichen versetzt der musikalische Macher Berge. So zählt er zu den erfolgreichsten Produzenten Deutschlands, prägt als Mastermind seit Jahrzehnten die Geschicke der Söhne Mannheims mit und setzt sich für Menschen in seiner Umgebung ein. Michael beginnt als Junge eine klassische Klavierausbildung. Mit 14 Jahren spielt er in seiner ersten Schülerband und angelt sich im Alter von 23 einen Job als musikalischer Leiter in einem Musical-Projekt. 1996 lernt er Xavier Naidoo kennen. Sie legen den Grundstein der Hitschmiede „Naidoo-Herberger-Produktion" und verwirklichen ihre Idee der Söhne Mannheims. 2012 gönnt er sich eine Bühnen-Auszeit und stößt zum 20-jährigen Jubiläum wieder zu seiner Band Söhne Mannheims hinzu. „Wir waren nie wirklich getrennt“, sagt Michael, der auf eine besondere und imposante Karriere voller Auszeichnungen zurückblicken kann. Sein Leben hat er ganz der Musik gewidmet, dem Engagement für die Region und dem Einsatz für Mitmenschen. „Liebe deinen nächsten wie dich selbst“ – Michael erfüllt wie kaum ein anderer das christliche Credo mit Leben.

Metaphysics

Als Rapper verfasst er wortmächtige Texte und Geistesblitze, die seine Weltoffenheit widerspiegeln. Metaphysics ist viel herumgekommen. Er prägte die Hip-Hop-Szene seines Heimatlandes Simbabwe, jammte durch die Vereinigten Staaten, hostete in Südafrika eine profilierte Talent Show, bis er 1999 nach Deutschland aufbrach, um seine deutschen Wurzeln zu ergründen – und seine kreative Vision in der Musik als MC und Produzent auszuleben. 2000 übernimmt er die Rap-Parts zum Debütalbum „ZION“ und ist fortan mit im Boot der Söhne Mannheims. Für ihn ist die Band der Star. „Am Ende des Tages zählt die Idee der Band mehr als der Einzelne. Mehr als alles andere sind wir Botschafter, die für diese Idee einstehen“, erklärt Metaphysics. Neben seiner Rolle als Rapper sieht er sich als Melting Pot zweier verschiedener Kulturen – der Afrikanischen und der Deutschen. Im Kontext der Band ist er weiteres Sinnbild für gelungene Integration. Der Sprachguru rappt mit Raffinesse, sozial wachem Erzählstil und will nicht nur Worte aneinanderreihen, sondern zu neuen Ideen anregen und Brücken schlagen. „Wir stehen ständig auf Kriegsfuß mit unseren Idealen. Musik hat die Kraft, diese Konflikte zu überwinden.“ Word!

Metaphysics
Marlon B.

Marlon B.

Positive Vibes, gute Stimmung und bloß kein Stress: Marlon bringt das leichtfüßige Lebensgefühl und einen ganzen Musikkosmos aus Jamaika mit in die Band ein. Seit er denken kann, macht er Musik, rappt zu Riddims, performt mit Sound Systems oder feilt an ausgefallenen Gesangseinlagen. Seine Einflüsse sind Reggae und Dancehall, die er virtuos zu immer neuen Blüten treibt. In seinen Kompositionen fließen Ideen des Roots-Reggae mit ein, dessen Haltung von Spiritualität und geballter Systemkritik geprägt ist. „The system is fake! Du musst dagegen ankämpfen“, bringt es Marlon auf den Punkt. Das Babylon System steht für Ausbeutung, „Politricks“ für Falschheit in der Politik. Sein innerer Kompass richtet sich stattdessen nach Ehrlichkeit, Freiheit und Respekt aus – die Richtung passt wunderbar zu den Prinzipien und Werten der Söhne Mannheims. Marlon ist seit dem ersten Album „ZION“ dabei. „Ich liebe Menschen, die als Band zusammenhalten. Die für einen da sind, wenn man sie braucht“, erklärt er. Zwar ist es manchmal so: „Kollega kommt, Kollega geht. Aber alles bleibt möglich.“ Alles bleibt im Flow. Und diesen wird er auch in Zukunft mit dem ganzen Reichtum des Reggaes beseelen. For real!

Kosho

Kosho ist bei den Söhnen dafür berüchtigt, alles mitzubringen, was Saiten hat – und alles aus ihnen herauszuholen! Er mag keine Begrenzung und experimentiert tollkühn. Wenn Kosho einen seiner Gitarrenkoffer öffnet, begibt er sich auf eine, von Entdeckergeist beseelte, Reise und vermählt versiert einen Touch von Bossa, Blues, Jazz und Flamenco zu einem ganz eigenen Stil: Der Mondo Funk Guitar. Ein weltmusikalisches Ein-Mann-Orchester. Seine Großmutter schenkt ihm mit 10 Jahren die erste Gitarre. Den ersten Unterricht bekommt er von seiner „Nachbarschaftssehnsucht“, studiert später Musikwissenschaften, Germanistik und Psychologie. In über 30 Jahren spielt Kosho auf rund 150 Tonträgern und Filmmusikern, veröffentlicht drei Solo-Platten und ist seit Anbeginn fester Bestandteil der Söhne Mannheims. Trotzdem bewegt der Grenzgänger sich weiterhin im Spannungsfeld von Naturwissenschaft, Psychologie und Philosophie. „Das eine hilft dem anderen – oder ist Ausdruck des anderen“, erklärt er. Forschen, Finden, Weitersuchen. Veränderung ist bei ihm Trumpf – und auch bei den Söhnen: „Jeder von uns verändert sich. Ich will mir das auch immer vorbehalten und arbeite an meinen Sounds und der Kunst zu spielen.“

Kosho
Jonny König

Jonny König

Jonny will Musik nicht nur ausführen, sondern erschaffen. Er versteht sich nicht nur als Schlagzeuger, sondern als Musiker, der Songs schreibt, singt und kreative Impulse setzt. Mit „Stoiber on Drums“ wird er 2013 über Nacht zum YouTube-Star – und verwandelt Edmund Stoibers berühmte Transrapid-Rede in Rhythmus. Entstanden ist große Kunst. Mit 8 Jahren fängt er an zu Trommeln und legt einen flotten Werdegang hin: Diverse Bands von Punk bis Alternative, Pop-Kurs in Hamburg und dann auf nach Mannheim zur Pop-Akademie. Jonny streicht in der Folge für seine getrommelten Gedichte, Snare-Etüden und Beat-Projekte mehrere Stipendien ein. Was ihn auszeichnet? Vielseitigkeit. Neben seiner Tätigkeit als Drummer bei den Söhnen spielt er Gitarre, vertont Kurzfilme und arbeitete bei Theaterproduktionen als Songwriter mit. Bei den Söhnen Mannheims trifft er auf Seelenverwandte. „Alle haben einen ähnlichen Spirit: Sich voll hinzugeben. Man teilt eine Leidenschaft!“ Er schätzt die fulminante Energie der Band auf der Bühne, den Mut zur Erneuerung und das Einstehen für gemeinsame Werte. König erklärt: „Uns geht es schwer gegen den Strich, wenn Ungerechtigkeit herrscht!“

Henning Wehland

Henning ist ein musikalischer Drahtseilkünstler, der sein Metier zwischen Leidenschaft, Humor, smarter Hochstapelei und Bescheidenheit auslebt. Musik treibt ihn seit seiner Jugend um. Mit den „H-Blockx“ entert er den Rock-Olymp und feiert mit etlichen Projekten als Sänger, Songschreiber und Produzent Erfolge. 2007 stößt er zu den Söhnen Mannheims. Auch wenn alles auf eine ausgefüllte Laufbahn hindeutet, stellt er sich seit jeher die Frage, was ihn antreibt. „Das Interessante ist, die Wahrheit in sich selbst zu finden und in der Musik zu präsentieren, damit sie andere auch verstehen.“ Eigentlich hat er sich nie richtig als Musiker begriffen – eher als Gedankenerfinder für Texte und Ideen. Der Münsteraner ist heute eines der Sprachrohre: „Ich identifiziere mich mit der Band im höchstem Maße – mit ihren Werten und unausgesprochenen Regeln.“ Musik hat immer etwas mit Liebe zu tun. Menschen so zu berühren, dass das Herz größer wird. Die Söhne sind für ihn ein Phänomen, das unterschiedlichste Menschen miteinander verbindet. Und wenn sie auf die Bühne gehen? „Dann ist das eine Wissenschaft, die nie erforscht werden kann, Energie, die man nicht herbeireden oder erlernen kann. Sie entsteht.“

Henning Wehland
Florian Sitzmann

Florian Sitzmann

Musik als Ganzes zu begreifen, das ist sein Anspruch. Florian streift als Schöpfergeist frei durch den Kosmos der Musik. Das Universaltalent spielt Klavier, komponiert, arrangiert, schreibt Songs, dirigiert Orchester, arbeitet als Produzent und lehrt als Dozent der Mannheimer Pop-Akademie. „Ich wollte schon immer ganz klein und ganz groß arbeiten können, in einer kompletten musikalischen Welt.“ Mit 5 Jahren erhält er Unterricht in Klavier, komponiert seine ersten Stücke auf Notenpapier unter der Schulbank. Mit 8 Jahren gewinnt er Wettbewerbe wie „Jugend Musiziert“ und startet im Alter von 13 eine Komplettausbildung am Badischen Konservatorium. Ein Studium an der Hochschule folgt. 1999 leitet er das Orchester zur Aufführung des Songs „Sie sieht mich nicht“ von Xavier Naidoo und schnuppert bei der Produktion des Albums „ZION“ im Studio vorbei. Mit den Söhnen teilt er die gleiche Vision und Empfindung. Eine Form der Empathie, die in vielen Songs der Band anklingt: Du wirst gesehen! „Wenn ich den Menschen sehen will, kann ich wählen, den Menschen zu sehen!“, beschreibt er. Und das ist vielleicht eines der schönsten Erfolgsgeheimnisse der Band: Auf den Nächsten einzugehen.

Edward Maclean

Als Bassist legt er das Fundament. Edward mit den Rhythmus-Händen ist der Mann für die Tieffrequenzen und den Groove. Das Licht der Welt erblickt Edward in Ghana – als Drittgeborener, „Adoquaie", dem man folgende Merkmale nachsagt: Ausgeglichenheit, Ruhe, Souveränität – passt! Seine Brüder spielen in jungen Jahren Schlagzeug und Gitarre. „Und da stand in der Ecke halt noch ein Bass“, erzählt er. Edward nimmt Unterricht, verfeinert sein Spiel, drückt im Rheinland die Schulbank und studiert kurz Medizin, dann Musik in Berlin. Wie passt das zusammen? „Musik hat viel Heilendes!“ Edward gelangt in die vibrierende Jazz-Szene, spielt später als Bassist für Peter Fox, Nils Wülker und Jessica Gall. 2013 veröffentlicht er sein, von der Kritik gefeiertes, Erstlingswerk und stößt zu den Söhnen Mannheims. Zwischendurch feierte er Erfolge als Bassist im „Neo Magazine Royale“ in der Showband „Dendemann & Die Freie Radikale“. Im Januar 2017 folgt sein zweites Album „Me & You“. Für ihn sind die Söhne Mannheims „ein einziges Abenteuer“, fast ein „soziologisches Experiment“, weil auf einzigartige Weise viele Stile und Künstler zusammentreffen, die sich auf eine musikalische Vision einigen.

Edward Maclean
Dominic Sanz

Dominic Sanz

Dominic lernte Schlagzeug und Gitarre, tourte als Sänger mit seiner Band durch die Lande – doch sein Leben änderte sich schlagartig, als sich Xavier Naidoos Stuhl bei „The Voice of Germany“ umdrehte. Er nahm ihn mit ins Team, berief Dominic weiter ins Bandprojekt „Sing Um Dein Leben“ und ebnete ihm 2013 den Weg als Verstärkung für die Söhne Mannheims. Dominic bringt dank seiner außergewöhnlichen Stimme eine neue Klangfarbe ergänzend in die Band. Für ihn gab es nie einen Masterplan, wo er wohl mit seiner Musik landet. Er machte sie einfach von Kindesbeinen an. „Ich will Menschen berühren durch die Kraft der Musik, den Schwebezustand aus Weinen und Lachen erreichen und einfach in mir selbst sein.“ Das Stimmwunder schätzt an den Söhnen das Gespür für wichtige Botschaften. „Die Söhne Mannheims sind wie ein Seismograph, der ausschlägt, wenn etwas schiefläuft. Sie geben Orientierung.“ Sein Gesang, der zwischen Gefühl und Intensität pendelt, trägt dazu bei. 2016 stellt Dominic seine Qualität auch solo unter Beweis. Mit „Aufgehende Sterne“ liefert er den offiziellen Turniersong zur Fußball U19 Europameisterschaft. Doch sein Herz schlägt vor allem für die Söhne Mannheims, für seine „Lebensgefährten“, wie er mit Augenzwinkern erklärt.

Billy Davis

Billy breakte als Junge schon mal im Altersheim für Pommes und Cola, machte als DJ die Turntables zu seinem Instrument und brilliert heute lockerleicht als Produzent von internationalen Spitzenkünstlern und den Söhnen Mannheims – selbstverständlich. Das Gründungsmitglied ist ein brodelnder Vulkan aus Talent und Temperament. Gern flackert er auch mal im Hintergrund, bevor er auf der Bühne ausbricht. In der mehr als umfangreichen Plattensammlung seiner Mom findet er früh eine musikalische Heimat. Die in Mannheim stationierten GI’s versorgen ihn mit neuesten US-Streifen. „Wir haben in Kleinamerika gelebt.“ Billy geht oft mit den Jungs raus, legt Pappe auf den Boden und fängt an zu breaken. Er sammelt ein riesiges Archiv von Sounds der Straße, Stimmen und immer wieder Frauenvocals. „Weil ich ein verkappter Sänger bin!“ Billy flunkert. Seine Songs sollen zeitlos sein, Menschen berühren und Missstände aufzeigen. „Sonst singst du ja nur über Parties, Haare machen und all den Scheiß!“ Dabei begreift der Beat-Poet seine Gabe als Geschenk Gottes – und widmet ihm jede Silbe, jede Note in der Musik. „Wenn ich Gott in mir trage, gebe ich ein gutes Gefühl in die Band.“ Und das tut das Gründungsmitglied seit Anbeginn.

Billy Davis
Andreas Bayless

Andreas Bayless

Andreas ist ein virtuoser Gitarrist, keine Frage. Dabei musste er viele Umwege meistern. Er jobbte als Gärtner, Schreibkraft oder studierte Jura, bis er feststellte: Als Musiker bist du der bessere Anwalt für Gerechtigkeit! Mit 6 Jahren steht er auf der großen Bühne und im Kinderchor der Berliner Philharmonie. Doch da muss man komische Sachen anziehen. Dann widmet er sich der Geige. Wieder nix. Zu unspektakulär. Schlagzeug? Zu teuer. Schließlich bietet ihm jemand im Internat Gitarrenunterricht an. Andreas schlägt zu, taucht als Autodidakt in die Materie ein, macht später eine Gitarrenausbildung in Kalifornien und zieht neue Saiten des Widerstands auf. Mit den Söhnen Mannheims hat der bekennende Christ alle Höhen und Tiefen erlebt. Die Band ist für ihn auch ein gesellschaftliches Projekt. „Wir stellen uns Problemen, die eine Gesellschaft auch hat. Wenn wir es nicht hinbekommen, wie soll es dann die ganze Welt hinkriegen?“ In keiner Band herrscht eine so große Vielfalt an Musik und Meinungen. Was die Söhne eint, ist die Liebe zur Musik und der Glaube an die gerechtere Sache. Die Stimme des Herzens ist die Musik. So steht es auf seinem Arm geschrieben. Als Tattoo. So bleibt es.